A-Jugend (Bundesliga-West)

 

Stehend von links nach rechts

Trainer Mathias Grasediek, Max Rust, Dominik Spannekrebs, Yannis Grasediek, Jannik Still, Noam Rindle, Philipp Sokat, Christopher Fege,

 sitzend von links,

Till Miekus, Erik Förster,  Lauritz Wefing, Silas Bentlage, Noah Seuthe, Luca Dannemann, Tim Förster, Niklas Rust.


Liganame: A-Jugend Bundesliga männl. West
DatumZeitLigaHeim : GastHalle
© www.sis-handball.de - Letzte Aktualisierung: 25.06.2017 00:15:10


Liganame: A-Jugend Bundesliga männl. West
DatumZeitLigaHeim : GastErgebnisPunkteSchiedsrichterHalle
09.04.2017 (So.)14:00 UhrTuSEM Essen : HSG Herdecke/Ende33:282:0Günay / KrebsMargarethenhöhe
Lührmannwald 1d, 45149 Essen (Karte)
26.03.2017 (So.)17:00 UhrHSG Herdecke/Ende : TSV Bayer Dormagen21:360:2Hochstein / StöwerSpH Herdecke-Bleichstein
Bleichstein, 58313 Herdecke (Karte)
19.03.2017 (So.)17:00 UhrHSG Herdecke/Ende : HSG Handball Lemgo26:280:2Cesnik / KonradSpH Herdecke-Bleichstein
Bleichstein, 58313 Herdecke (Karte)
11.03.2017 (Sa.)17:15 UhrmJSG Melsungen/Körle/Guxhagen : HSG Herdecke/Ende34:282:0Dieckmann/RiemerStadtsporthalle
Dreuxallee, 34212 Melsungen (Karte)
04.03.2017 (Sa.)16:00 UhrNeusser HV : HSG Herdecke/Ende31:282:0Bona/FrankHammfeld
Anton-Kux-Str. 1, 41460 Neuss (Karte)
26.02.2017 (So.)17:00 UhrHSG Herdecke/Ende : ART Düsseldorf27:280:2Cesnik / KonradSpH Herdecke-Bleichstein
Bleichstein, 58313 Herdecke (Karte)
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A-Jugend Bundesliga männl. West
PlatzMannschaftSpieleGUVToreDPunkte
1TSV GWD Minden22/222101720:49822242
2TSV Bayer Dormagen22/222011700:49920141
3HSG Handball Lemgo22/221525618:5932532
4ART Düsseldorf22/221237670:664627
5TuSEM Essen22/221057643:6123125
6VfL Gummersbach22/2210111647:640721
7Neusser HV22/228311571:633-6219
8TuS Ferndorf 1888 e.V.22/227312628:688-6017
9mJSG Melsungen/Körle/Guxhagen22/226313570:626-5615
10Bergischer HC22/226115599:645-4613
11JSG NSM-Nettelstedt22/223118617:724-1077
12HSG Herdecke/Ende22/222119549:710-1615
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Interview mit Trainer Mathias Grasediek

Es war der 29. Mai in Düsseldorf, als die A-Jugendhandballer der HSG Herdecke/Ende Geschichte schrieben: Sie haben den Sprung in die Bundesliga geschafft und dürfen sich nun – in Pflichtspielen, wohlgemerkt – mit ganz großen, sehr renommierten Namen messen. Wir sprachen mit Mathias Grasediek, dem 52-jährigen Trainer, der den einen oder anderen seiner Spieler sogar vom Wickeltisch kennt und die Nachfolge von Christian Feldmann angetreten hat.

 

 

Bevor wir über Ihre Mannschaft sprechen: Nach 20 Jahren als Cheftrainer des Dritt- beziehungsweise Oberligisten SG Schalksmühle-Halver sind Sienun verantwortlicher Coach einer A-Jugend. Jahrgänge 1998 und 1999. Ist das komisch?

Mathias Grasediek: Nee, gar nicht. Im Grunde habe ich die Mannschaft doch die ganze Zeit begleitet. Das sind jetzt junge Erwachsene. 17, einige sind schon 18. Ich habe schon immer gerne intensiv mit jungen Spielern gearbeitet. Für mich schließt sich der Kreis, die meisten habe ich ja schon als ganz Kleine gehabt. Und immer, wenn Christian mal nicht konnte, war ich ohnehin da. Das hat immer sehr gut funktioniert, zumal wir die gleiche Handball-Philosophie haben.

 

Kommen wir kurz zurück zum 29. Mai, zum Tag des Triumphes von Düsseldorf: Bewerten Sie den Bundesliga-Aufstieg als Überraschung oder gar als Sensation?

Beides nicht. Wir waren ja schon in der vergangenen Saison als Jung-Jahrgang fast dran, ich habe uns genauso stark gesehen wie die HVE Villigist/Ergste. Aber wir hatten dann viele Verletzte und deshalb auch schon in den letzten Oberliga-Spielen Probleme. Der Bundesliga-Aufstieg war das Ziel, das wir bereits vor Jahren ausgegeben haben. Dass wir es dann gleich im ersten Anlauf geschafft haben, ist für mich ein bisschen überraschend gekommen, zumal ich den ART Düsseldorf für eine sehr stark besetzte Mannschaft halte. Das war alles super knapp. Mit den vielen Turnieren ist die Aufstiegsrunde ja fast eine ganze Saison. Wenn du da ein, zwei Verletzte hast, schaffst du das nicht. Entscheidend war, dass wir auf den wichtigen Positionen gute Leistungen gebracht haben.

Anm. d. Red.: Die HSG besiegte den ART Düsseldorf am 29. Mai mit 27:24.

 

Die Namen der elf Konkurrenten bei diesem neuen Abenteuer, unter anderem die Nachwuchs-Teams der Männer-Bundesligisten MT Melsungen, VfL Gummersbach, TBV Lemgo, TSV GWD Minden und Bergischer HC, kennt eigentlich jeder. Die TSG Herdecke ist als ehemaliger Zweitligist, obwohl das schon 15 Jahre und länger her ist, auch noch ein Begriff. Aber wer kennt die HSG Herdecke/Ende?

Wahrscheinlich niemand – aber das ist uns egal. Bei den genannten Mannschaften ist es ja meistens auch nicht so, dass die Handballer dort von klein auf ausgebildet worden sind. Diese Vereine versuchen doch, ihre Spieler von überall herzuholen. Das ist aber auch gut so, weil dort eine optimale Förderung stattfindet. Die haben Bedingungen, bei denen wir nicht mithalten können. Die trainieren schon morgens, zehnmal in der Woche und können schneller größere Schritte machen. Da wird’s dann auch Unterschiede geben.

 

In der vergangenen Saison hat dieA-Jugend der HVE Villigist/Ergste die Handball-Fachwelt in Westfalen mit ihrem überzeugenden Bundesliga-Aufstieg überrascht – und ist dann mit gerade mal acht Punkten auf dem vorletzten Rang gelandet. Droht der HSG auch ein Keller-Dasein in der Beletage des A-Jugendhandballs?

Das kann ich momentan nur schwer einschätzen. Die ersten sechs Mannschaften werden schon sehr, sehr stark sein, da werden wir wohl auch nichts ausrichten können. Und bei den anderen – Nettelstedt, Ferndorf oder auch Düsseldorf – muss man schauen, ob sie noch nachlegen werden. Aber der Tabellenplatz interessiert mich auch nicht so sehr. Unser Hauptziel ist es, viele Spieler gut auf den Seniorenhandball vorzubereiten. Zwar hätte der eine oder andere Lust auf Bundesliga gehabt, aber wir haben extern nichts dazugeholt. Die meisten unserer Jungs spielen ja schon zehn, manche sogar 15 Jahre zusammen. Und da wollen wir jetzt auch jedem die Bundesliga gönnen. Erster werden wir sowieso nicht und Deutscher Meister auch nicht. Deshalb ist das Ergebnis nicht so wichtig. Ich spüre auch schon Euphorie in Herdecke. Mir haben schon einige gesagt: „Ah, ihr spielt sonntags. Da komme ich auch mal wieder in die Halle.“

 

Erzählen Sie doch mal ein bisschen was über Ihre Mannschaft. TillMiekus und Dominik Spannekrebs haben bereits ein Doppelspielrecht für den Drittligisten SG Schalksmühle-Halver, und Torwart Noah Seuthe traut der eine oder andere nicht erst seit dessen überragender Vorstellung in Düsseldorf auch den Sprung in die Männer-Bundesliga zu.

Till Miekus hat aufgrund seiner Rechtsaußen-Position sicherlich die größte Perspektive. Er hat einen guten Schuss, er hat ein gutes Handgelenk, und er ist schnell. Dass er sein Doppelspielrecht für Schalksmühle hat – er kommt ja auch daher –, ist der richtige Weg. Er muss diesen nächsten Schritt jetzt machen, und dann müssen wir mal sehen, wo das endet. Allerdings hatte er auch schon mehrere Verletzungen, so dass wir alle behutsam mit ihm umgehen müssen. Bei Dominik Spannekrebs glaube ich, dass er das in erster Linie wegen des Trainings macht. Die Konkurrenz im linken Rückraum ist in Schalksmühle doch sehr, sehr stark. Er hat aber den Vorteil, dass er ein sehr guter Deckungsspieler ist. Noah Seuthe hat unglaublich viel Ehrgeiz. Er investiert viel und ist sehr, sehr fleißig. Es kann bei ihm durchaus sein, dass es in diese Richtung gehen wird. Aber sie müssen alle noch viel trainieren.

 

Das macht die Spielgemeinschaft sicherlich auch stolz, dass sie ihre Talente schon jetzt und wohl auch in Zukunft bei hochklassigen Klubs beobachten kann und ihre ausgezeichnete Ausbildungsarbeit belohnt sieht. Aber ist es nicht auch blöd, dass von diesem Ausnahmeteam nichts bleiben wird, weil doch niemand in der ersten Mannschaft der HSG Herdecke/Ende spielen will? In der Kreisliga.

Die erste Mannschaft versucht ja schon seit Jahren, wieder ein bisschen Fuß zu fassen. Das ist momentan auch eine ganz gute Truppe, sehr motiviert. Und ich denke, dass der eine oder andere A-Jugendliche in dieser Saison dort auch schon mal ein Doppelspiel machen wird. Vielleicht schafft die Mannschaft ja den Bezirksliga-Aufstieg, und vielleicht will auch nach dieser Saison nicht jeder einen Riesen-Schritt machen, Verbands- oder Oberliga spielen und bleibt in Herdecke.

 

Zum Saisonstart am 10. September (Anwurf 16.30 Uhr) geht es zum TSV GWD Minden, der in der vergangenen Saison im Halbfinale um die Deutsche Meisterschaft gestanden hat und dessen B-Jugend Westfalenmeister geworden ist. Ein schreckliches Auftaktlos?

Ich sehe das als letztes Vorbereitungsspiel (lacht). Es ist auf jeden Fall zum Auftakt das schwierigste Spiel, das wir ziehen konnten. Die Mindener sind sehr, sehr gut besetzt, und viele haben ja auch schon in der 3. Liga gespielt. Wir werden in dieser Partie Erfahrungen sammeln, und für den einen oder anderen wird das auch enttäuschend. Aber dann kommt Ferndorf. Da werden wir schon ein bisschen unter Druck stehen und müssen gucken, dass wir die ersten beiden Punkte einfahren. Die Spiele in den vergangenen Jahren waren immer knapp. Die Ferndorfer haben allerdings den Vorteil, schon ein Jahr in der Bundesliga gespielt zu haben. Das hat man auch in der Aufstiegsrunde deutlich sehen können. Kreisläufer Mattis Michel zum Beispiel ist sehr, sehr clever in seinen Aktionen, und er ist ein super guter Abwehrspieler.

Anm. d. Red.: Das erste Bundesliga-Saisonheimspiel gegen den TuS Ferndorf bestreitet die HSG am 18. September (Sonntag). Anwurf in der Bleichstein-Halle wird um 17 Uhr sein. In Düsseldorf am 29. Mai gab es einen Herdecker 23:22-Sieg.

Quelle: Andree Hagel